NaturFreunde bei "Wir haben es satt!"-Demonstration

Haltung zeigen – für eine zukunftsfähige Landwirtschaft weltweit

17.01.2026 - 12:00 Uhr

Am 17. Januar 2026 werden wieder Tausende in Berlin auf die Straße gehen, um im Rahmen der 16. „Wir haben es satt“-Demonstration für eine bäuerliche und umwelt- und tiergerechte Landwirtschaft zu demonstrieren. Die NaturFreunde Deutschlands sind seit der ersten „Wir haben es satt“-Demonstration Mitglied im Trägerkreis der Veranstaltung und rufen erneut zur Teilnahme auf.

Das diesjährige Motto „Haltung zeigen – für eine zukunftsfähige Landwirtschaft weltweit“ kritisiert ein System, in dem die Agrarindustrie profitiert, während die bäuerliche und ökologische Landwirtschaft verliert.

Auf der einen Seite stehen Milliarden-Gewinne von Agrochemiekonzernen, Patente auf Saatgut und Investor*innen, die mit Ackerland spekulieren. Der Umbau der Tierhaltung stockt – und es gibt keine verpflichtende und umfassende Haltungskennzeichnung, obwohl sich die meisten Menschen für mehr Transparenz aussprechen. Die industrialisierte Tierhaltung heizt wiederum die Klimakrise weiter an: Das aktuelle Ernährungssystem ist weltweit für mehr als ein Drittel der Treibhausgasemissionen verantwortlich. Zugleich setzt die Agrarindustrie auf Gentechnik und vereinfachte Pestizidzulassungen – und gefährdet damit unsere natürlichen Lebensgrundlagen.

Auf der anderen Seite stehen Bäuer*innen, die um ihre wirtschaftliche Existenz bangen, weil Lebensmittelindustrie und Einzelhandel die Preise diktieren. Das Höfesterben hält ungehindert an: Jedes Jahr schließen rund 2.600 landwirtschaftliche Betriebe. Ähnlich dramatisch ist die Situation im Lebensmittelhandwerk, etwa für Bäckereien. Gleichzeitig kosten Lebensmittel in Deutschland heute etwa 30 Prozent mehr als 2021. Millionen Menschen können sich kein gesundes Essen leisten, und die Schlangen vor den Tafeln werden immer länger. Weltweit können sich 2,3 Milliarden Menschen nicht ausreichend ernähren – und mehr als 670 Millionen Menschen leiden unter akutem Hunger.

Dieses System schadet Mensch, Tier und Natur – und treibt die Klimakrise voran. Wir fordern deshalb:

  • Bauernhöfe statt Agrarindustrie! Agrarförderung nur noch für bäuerliche und ökologischere Betriebe – nicht für Tierfabriken und Agrarkonzerne.
  • Transparenz statt Täuschung! Kennzeichnung von Haltungsbedingungen und Gentechnik – auf allen Lebensmitteln, ob im Handel oder in der Außer-Haus-Verpflegung.
  • Klima-, Umwelt- und Tierschutz statt Lobbyinteressen! Kein Rückbau von Standards, sondern Investitionen in eine zukunftsfähige Landwirtschaft.
  • Gerechtigkeit statt Konzernmacht! Faire Preise für Verbraucher*innen und Erzeuger*innen – Stopp des Preisdiktats durch den Lebensmitteleinzelhandel.
  • Solidarität statt Spaltung! Mehr Geld für Entwicklungszusammenarbeit und die Überwindung des Hungers – für eine sozial gerechte Agrarwende weltweit.
  • Komm auch du am 18. Januar zum Brandenburger Tor in Berlin und demonstriere mit uns für eine bäuerliche, agrarökologische Landwirtschaft!

In der Nähe der Bühne findest du einen Infostand der NaturFreunde Berlin.

Ort/Unterkunft/Treffpunkt: 
Brandenburger Tor, Pariser Platz, 10117 Berlin
Auskunft & Anmeldung: 

NaturFreunde Deutschlands
Bundesgeschäftsstelle
trautmann@naturfreunde.de

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